Fördermittel

Steuerliche Vorteile nach § 3 Nr. 34 Einkommenssteuergesetz (EstG)

Leistungen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit werden unbürokratisch und steuerlich unterstützt. Bis zu 600 Euro pro Mitarbeiter und Jahr kann ein Unternehmen lohnsteuerfrei für Maßnahmen der Gesundheitsförderung investieren.

Die steuerliche Förderung durch § 3 Nummer 34 EstG ist also möglich für:

  1. von den Krankenkassen oder der zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifizierte Leistungsangebote zur verhaltensbezogenen Prävention im Sinne des § 20 Absatz 4 Nr. 1 und Absatz 5 SGB V (Präventionskurse), auf welche der Arbeitgeber zurückgreift:
  • Bewegungsprogramme
  • Informationen zu gesunder Ernährung
  • Suchtprävention
  • Stressbewältigung
  1. und sonstige nicht zertifizierungspflichtige verhaltensbezogene Maßnahmen des Arbeitgebers im Zusammenhang mit einem betrieblichen Gesundheitsförderungsprozess, welche den Vorgaben des Leitfadens Prävention genügen. Hierzu können z.B. Maßnahmen wie die „Bewegte Pause“ gehören.

Nicht darunter fällt die Übernahme für einen Sportverein oder ein Fitnessstudio.

Durch den Freibetrag entfällt für die Unternehmen die Notwendigkeit nachzuweisen, dass die Leistungen – wenn sie einkommenssteuerfrei bleiben sollen – im überwiegend eigenbetrieblichen Interesse liegen.

Hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Gesundheitsmaßnahmen darf das Bundesministerium für Gesundheit keine rechtsverbindlichen Auskünfte erteilen. Um als Arbeitgeber Rechtssicherheit und Haftungsfreiheit zur zutreffenden Anwendung des § 3 Nummer 34 EStG zu erreichen, besteht aber die Möglichkeit, zum Sachverhalt eine Anrufungsauskunft beim zuständigen Betriebsstättenfinanzamt (§ 42e EStG) einzuholen (16. Januar 2020).