BGM > Gesundheitsförderung

Wozu dienen Veranstaltungen der Gesundheitsförderung?

Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) können auch als Pilotprojekt für bestimmte Zielgruppen oder Themen konzipiert werden. Sie müssen nicht zwangsläufig einem kompletten BGM-Prozess untergeordnet sein.

Bei AfGM betrachten wir sowohl die Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung wie Resilienzförderun, Stress-Reduktion, etc. als auch die Entwicklung von individueller und organisationaler Gesundheitskompetenz ganzheitlich, d.h. im Rahmen von Organisations- und Personalentwicklungsprozessen.
Damit Maßnahmen zur Gesundheitsförderung für den Mitarbeiter nachhaltig erfolgreich wirken, sollten sie speziell auf die Bedürfnisse des Unternehmens bzw. der Mitarbeiter zugeschnitten, von der Führung mitgetragen und nach erfolgreichem Abschluss möglichst in der Unternehmenskultur verankert werden.

Grundsätzlich berücksichtigen Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung die beiden Aspekte von:

1. Verhältnisprävention:  beschreibt eine gesundheitsgerechte Gestaltung und Veränderung der Arbeits- und Organisationsstrukturen, wie lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle, Coaching-Zirkel, Gesundheitsmultiplikatoren, etc.

Coaching-Zirkel
In einem definierten Zeitraum treffen sie Führungskräfte vergleichbarer Hierarchieebenen, jedoch ohne gegenseitige Abhängigkeiten oder Befugnisse und setzen sich durch die Unterstützung eines Gesundheitscoachs mit aktuellen Fragestellungen, Stressfaktoren oder sonstigen Konfliktfeldern aus lösungsorientierter und systemisches Sicht auseinander. Darüber hinaus kann jeder Teilnehmer auf das gesamte Gruppenpotential zurückgreifen und „live“ an den Erfahrungen der Kollegen partizipieren. Zusätzlich verbessern sich die interne Kommunikation, Arbeitsabläufe und Schnittstellen können optimiert werden, einzelne Schritte werden vernetzter und transparenter.index.php/vortraege

Weiterbildungen zu Gesundheitsmultiplikatoren
Diese Weiterbildung umfasst ein umfangreiches Hintergrundwissen, praktisch anwendbare Techniken und Methoden zur Reduktion von Stress und zur Burnout-Prävention. Die Gesundheitsmultiplikatoren unterstützen den Aufbau eines Systems zur Entwicklung von Gesundheitskompetenz. Sie entlasten die Führungskräfte und Gesundheitscoachs indem sie unternehmsintern in Projektteams, Gruppen oder auch zusammen mit einzelnen Mitarbeitern ein Netzwerk aufbauen, mit dem sie den Kontakt zur „Basis“ halten und daher die Bedürfnisse der Mitarbeiter erkennen und benennen können. Ihre Arbeit trägt entscheidend dazu bei, dass die Veränderungen nicht an der Unternehmensrealität vorbei gehen, sondern von einem Großteil der Beschäftigten aktiv mitgetragen werden.
Ziel ist es, über ein internes Netz von Gesundheitsmultiplikatoren unternehmensspezifisch ein effektives Entlastungsmanagement zur Vermeidung und Reduktion von stressbedingten Krankheitsausfällen und Burnout aufzubauen. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen die Stärkung von Eigenverantwortung, Motivation, Achtsamkeit für eine gute Work-Life-Balance aller Mitarbeiter.

2. Verhaltensprävention: unterstützt das Erlernen eines für die individuelle Gesundheit relevanten Verhaltens, weckt das Interesse, z.B. auf Gesundheitstagen oder in Präventionskursen zur Stress-/Burnout-Reduktion oder

Zertifizierte Präventionskursenach § 20 Abs. 1 SGB V und 20a SGB V

Seit 2000 wird nach gesetzlichen Vorgaben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherungen ein Präventionsleitfaden u.a. für Präventionskurse weiter entwickelt, der für die Krankenkassen verbindlich ist. Die wichtigste Aufgabe eines Präventionskurses ist es, den Teilnehmern durch theoretisches und praktisches Wissen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Kurse sind auf sechs bis zwölf Teilnehmer ausgerichtet, enthalten kognitive, emotionale und physiologische Elemente zur Stressbewältigung. Sie basieren auf Eigeninitiative, bieten Raum für individuelle Fragestellungen und stärken die intrinsische Motivation, etwas für die eigene Gesundheit zu tun.